DESTILLIERMEISTER E10-55 Premium-Plus Modell 2026 - mit allem, was man braucht
NEU! Keine Silikondichtungen mehr erforderlich
Sie sparen etwa € 60,- im Paket
Für die Destillation von ätherischen Ölen optimierte legale Edelstahl-Destille mit großem Fassungsvermögen für Blüten und Blätter
Der DESTILLIERMEISTER E10-55 Premium-Plus Modell 2026 ist ein völlig neues Konzept des Modells E10-55 Premium-Plus24 und ersetzt dieses. Das Destillationsverfahren ist gleich geblieben, neu ist ein völlig überarbeitetes Aufbaukonzept mit signifikanter Reduzierung von Aufbau- und Destillationszeit. Mit Hilfe eines "Tripods" wird das Kühlsystem unabhängig vom Kesselsystem gehalten.
Der DESTILLIERMEISTER E10-55 Premium-Plus Modell 2026 hat einen Wasser-/Dampfkessel von 10,5 Litern. In der Regel reicht der Wasservorrat für ca. 8 Destillationen. Das Pflanzenrohr wird auf dem Deckel des Wasserkessels verschraubt. Zum Leeren und Neufüllen des Pflanzenrohrs öffnet man am besten die Spannverschlüsse des Pflanzenrohrs und hebt das Kühlsystem ein paar cm an. Man kann nun das das Kesselsystem herausnehmen. Den Vorgang findet man weiter unten illustriert.
Das Kühlersystem funktioniert im effektiven Gegenstromverfahren, wie man es vom Liebigkühler kennt. Die Idee des Premium-Modells ist die Vorkondensierung des Dampfes in einem Vorkondensor, in den der Dampf direkt hinter dem Steigrohr ohne Reduzierung des Rohrquerschnitts druckverlustfrei eingeleitet wird. Daher muss der Dampf hier nicht gegen einen Druckberg anströmen, was zu Ölverlusten führen würde. Auch die Temperatur an den Pflanzen ist mit Vorkondensor niedriger, was die Qualität der ätherischen Öle verbessert.
Um das System kompakt zu halten, sind der Vorkondensor als auch der Endkühler gebogen, anders als ein Liebigkühler. Daher erreicht man insgesamt gut 2 m Kühllänge auf engem Raum, was sehr komfortabel ist, um mit geringem Kühlwasserfluss zu arbeiten.
Steigrohr und Vorkondensor sind miteinander verschraubbar, so dass das System leichter handhabbar und variabler ist. Erst am Destillat-Eingang des Endkühlers wird eine Querschnittreduzierung vorgenommen. Dieser führt aber nicht mehr zu einem Druckverlust, weil der kondensierte Dampf kein nennenswertes Volumen mehr einnimmt.
Das Steigrohr des Premium-Plus Modells ist zur Minimierung der Rücktropfverluste isoliert. Insgesamt ist das Premium-Plus-Modell also für die Gewinnung von ätherischen Ölen und Hydrolaten optimiert. Erst beim beim Übergang in den Endkühler wird der Querschnitt reduziert, erzeugt aber keinen Strömungswiderstand mehr, weil der Dampf mittlerweile verflüssigt ist.
Zur Anmerkung: Druckverluste im Leitungssystem wirken sich als Druckerhöhung im Pflanzenrohr aus, der Dampf muss also gegen einen Druckberg arbeiten. Das schadet den ätherischen Ölen, vermindert deren Qualität und reduziert auch die Ausbeute, wenn die Öle diesen Druckberg nicht überwinden.
Aus früheren Versuchen mit dem DESTILLIERMEISTER E2-55 Premium wissen wir, dass sich das optimale Verhältnis von Pflanzenrohrhöhe zu Pflanzenrohrdurchmesser positiv auf die Effizienz auswirkt. Wegen der größeren Verdampfungsfläche des Wasserkessels wird die Destillationsgeschwindigkeit signifikant erhöht, was eine Verkürzung der Destillationsdauer und eine kürzere Aufenthaltsdauer der ätherischen Öle in einer heißen Umgebung bewirkt. Es wirkt sich also auch auf die Qualität der Destillate aus.
Für die allermeisten Pflanzen und Blüten reicht der Wasservorrat für 7 bis 8 Destillationen bei Entnahme von 1 Liter Destillat pro Destillation. Wenn die Entnahme von einem Liter Hydrolat pro Destillation aber einmal nicht ausreicht, was wir z. B. bei der Destillation von Fenchelsamen festgestellt haben, reicht der Wasservorrat für mindestens 2 Destillationen. Das bringt eine deutliche Zeitersparnis bei der Arbeit, verglichen mit dem 2 Liter - Dampfkessel. Die Verwendung eines großen Kessels zur Hydrolat Gewinnung ist auch in Deutschland völlig legal. Sie müssen einen Kessel über 2 Liter aber dem Zoll melden, dürfen ihn dann uneingeschränkt nutzen, auch für den Privatgebrauch.
Durch das isolierte Steigrohr werden Rücktropf-Verluste bereits reduziert. Die Rücktropf-Verluste lassen sich weiter reduzieren, indem man das Pflanzen-Rohr ebenfalls isoliert, z. B. mit einer Decke. Damit ist dann eine höhere Öl-Ausbeute zu erwarten.
Mit 5,5 Liter Pflanzenraum haben sie reichlich Volumen, um größere Mengen Pflanzen oder Drogen zu verarbeiten. Durch Hochstellen des Aromakorbes können Sie aber auch mit kleineren Mengen experimentieren, sie sollten dann aber mit verminderter Heizleistung arbeiten, damit der Dampf nicht einfach ohne Wirkung das Pflanzengut durchströmt. Da die Dampferzeugung in einem extra Kessel unter dem Pflanzenbehälter stattfindet, ist eine Berührung mit kochendem Wasser ausgeschlossen. Sie sollten den Kessel aber nur mit maximal 8,5 Liter füllen, damit sich der Dampf im Kessel entwickeln kann und bei Siedeverzug kein heißes Wasser mit hochgezogen wird.
Einfache Handhabung:
- Im neuen Modell sind zwischen 1. und 2. sowie 3. und 4. aufgrund optimierter Spannverschlüsse keine Dichtungen mehr erforderlich. Das Dichten funktioniert metallisch. Deshalb fallen bei diesem Modell keine Folgekosten mehr an.
- Maximal 8,5 Liter Wasser in den Wasser-/ Dampfkessel füllen, entweder entmineralisiertes oder destilliertes Wasser, oder Leitungswasser, wenn nach ein paar Destillationen der Kalkbelag mit lauwarmer Zitronensäure oder erhitzter Essigsäure wieder vom Kesselboden entfernt wird.
- Deckel mit der 3/4" Verschraubung aufsetzen und mit den Spannverschlüssen verschließen.
- In das Pflanzenrohr den Aromakorb einlegen und aufklappen. Jetzt das Pflanzenrohr füllen, leicht festdrücken und mit der 3/4" Verschraubung verbinden.
- Das Kühlersystem wird wie unten beschrieben und dokumentiert in das Tripod eingebaut:
- Den Vorkondensor wie unten in den Bildern gezeigt in das Tripod einspannen - am besten innerhalb der von uns angebrachten Markierung.
- Das isolierte Steigrohr mit dem 3/4" Gewinde bei 6.1 an den Vorkondensor schrauben.
- Den Pflanzenrohrdeckel bei 5,1 an das Steigrohr schrauben.
- Den Endkühler bei 6.4 an den Vorkondensor schrauben.
- Der Wasserzulauf beginnt am Endkühler bei 7.3. Das Kühlwasser strömt dann zwischen Rohrseele und Rohrmantel aufwärts in Richtung Vorkondensor. Von 7.4 nach 6.3 (Kühlwassereinlauf Vorkondensor) wird das Kühlwasser über den mitgelieferten Schlauch 8 im Kühlwasserbereich zwischen Vorkondensor-Seele und Vorkondensor-Mantel geleitet. Der Austritt des heißen Kühlwassers befindet sich bei 6.4. Hier muss der Schlauch mit der 3/4" Verschraubung angeschlossen werden. Das Kühlwasser fließt also immer im Gegenstrom zur Destillatführung von unten nach oben.
- Heizquelle einschalten und bei 7.5 Hydrolat mit Öl auffangen. Der mitgelieferte Destillatschlauch 11 hat eine Steckbuchse und wird auf das Ende 7.5 aufgesteckt. Der Destillatschlauch wird so eingekürzt, dass er gerade in das verwendete Auffangbehältnis (Vorlage) reicht. Auf keinen Fall sollte der Schlauch in das Destillat eintauchen, es muss frei fließen können.
- Bei vollgefülltem Pflanzenrohr für die meisten Pflanzen maximal 20 Minuten bei hoher Leistung ( Induktionsplatte ab 2000 Watt, besser3000 Watt) destillieren. Bei geringen Pflanzenmengen und hochgestelltem Aromakorb 1200 bis 1500 Watt. Am besten zunächst jeweils 2 Margen je 500 ml in einer sterilen Flasche sammeln. Wenn der pH-Wert der 2. Marge nicht wesentlich von der 1. Marge abweicht und unter 6 liegt, kann man noch weitere Magen entnehmen.
Wasser- / Dampfbehälter und Pflanzen-/ Drogenrohr, sowie alle destillatführenden Rohrleitungen sind in hochwertigem Edelstahl ausgeführt.